Nov 23, 2013 - Brasilien    2 Kommentare

Von Manaus in den Amazonas

Der Amazonas-Regenwald umfasst mit einer Fläche von rund 7 Mio. Quadratkilometern ca. 5% der Fläche der Erde und macht 40% der Fläche von Südamerika aus. Klar konnten wir in 5 Tagen Dschungel-Tour nicht alles sehen, dennoch haben wir einen tollen Einblick erhalten. 

Nach 2.5h Fahrt auf Holperstrassen und 1.5h Bootsfahrt auf dem Rio Urubu kamen wir “in the middle of nowhere” an. Kein Handyempfang, kein Verkehrslärm, keine Abgase (nur die von Joses kleinem Fischerboot). Ebenfalls waren zwei Holländer und und zwei Schweizerinnen (Doris & Sandra) auf die Tour mitgekommen. Die ganzen fünf Tage wurden wir von unserem Guide Jose begleitet. Es war ein super Erlebnis zwei Nächte mitten im Dschungel in Hängematten zu übernachten. Geschlafen hatten wir nicht richtig, weil es unglaublich viele verschiedene Geräusche im Wald hatte und trotz der Hitze am Tag, kalt wurde. Die drei Tage im Jungle waren unglaublich. Jose konnte sämtliche Tiergeräusche nachahmen. Wenn er einen Tierlaut vernahm, antwortete er den Tieren und konnte so zum Beispiel Affen und Papageien ausfindig machen. Ab heute wissen wir auch, dass man problemlos im Fluss baden kann, aus welchem Rita einen Piranha gefischt hat. Jose meinte, das sei alles nur ein Mythos mit den gefährlichen Piranhas, die greifen anscheinend keinen einfach so an. Dennoch brauchte das Baden Überwindung, denn der Rio Urubu ist ein Nebenfluss des Rio Negro und dort ist, wie der Name verrät, das Wasser schwarz. Man sieht somit nicht wo man hinein springt. Neben  Piranhas leben auch Alligatoren und pinke Delphine im Fluss. Aber wie man sieht sind das alles ganz liebe Tiere und wir leben noch:-).

Wenn es im Dschungel regnet, dann richtig. Dies durften wir an zwei Tagen miterleben, was halb so schlimm war, denn man konnte den Regen als natürliche Dusche nutzen oder wie wir es taten, an der Bar in der Lodge einen neuen Drink erfinden. Da es beträchtlich abgekühlt hat, haben Sandra, Doris, Rita und ich uns entschieden, Caipirinha mit heissem Wasser zu trinken. Damit gaben wir den Guides und dem Personal einiges zu lachen, sie konnten nicht verstehen wie man so etwas trinken kann und wollten sogar ein Foto von den komischen Schweizern machen. Da der Drink bei uns und dem zuerst skeptischen Personal trotzdem gut ankam, haben wir beschlossen, dass der Barkeeper den Drink unter dem Namen Caipi quente (Ausgesprochen: Caipi “kensch” = Caipi heiss) in die Karte aufnehmen soll. Bei einem Preis von R$ 3 (ca. 1.20 Fr.) kann man da sich schon einige gönnen…

Zurück in Manaus haben wir ein anderes Naturschauspiel angeschaut, The Meeting of Waters. Oder besser, wir versuchten es. In Hostel haben sie uns gesagt, wir sollten das lokale Speedboat nach Carreira nehmen, statt das überteuerte Touristenboot. Also gingen wir stolz an allen vorbei, die uns versuchten eine überteuerte Tour aufzuschwatzen. Nur leider hatten wir nicht bedacht, dass in Brasilien ein Speedboat wirklich sehr schnell fährt. Dazu wurden rund um das Boot dunkle Blachen gespannt, so dass wir den ganzen Weg über das Wasser im dunklen sassen und somit die 7 Reais mehr oder weniger dafür bezahlt hatten, um nach 20 Minuten in einem auf Flossen schwimmenden “Dorf” im Nirgendwo ausgesetzt zu werden. Also fragten wir enttäuscht darüber, ob wir nicht mit der offenen Autofähre mitfahren dürften, welche etwa doppelt solange brauchte. Wahrscheinlich hatten sie Mitleid und liessen uns um sonst mitfahren. So konnten wir das imposante Naturschauspiel trotzdem noch bewundern. Dieses kommt zustande, da vor Manaus der Rio Negro (schwarzes Wasser) auf den Amazonas River oder Rio Solimoes (Sand farbig) trifft. Oder anders genannt schwarzer Kaffee trifft auf Cappuccino. Das Wasser mischt sich aber nicht gleich, sondern fliesst innerhalb von ca. 6 km nebeneinander her. Grund dafür ist die unterschiedliche Wassertemperatur, Fliessgeschwindigkeit, Dichte des Wasser und die unterschiedlichen ph-Werte (Der Rio Negro ist sauer und und der Rio Solimoes basisch).

Ebenfalls ein Besuch wert ist das Opernhaus in Manaus. Erstaunlicherweise wurden die Materialen für den Bau hauptsächlich aus Europa eingeführt. Finanziert wurde das Ganze durch den Kautschuk-Boom um das Jahr 1896.

Wir haben einige schöne Tage mit tollen Erlebnissen und Bekanntschaften in und um Manaus erlebt. Gespannt warten wir nun auf den Flug nach Rio de Janeiro.

aechse-vor-dem-zimmer-in-der-lodge

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2 Kommentare

  • Hallo Rita und Thomas

    Iar sind immer no unterwegs, und das macht mi grad ziemlich nidisch uf eu! I hoffa eu gots super und iar erlebend viel!

    Es isch superspannend eui Brichte zläsa, i wet am liabschta au grad wieder los, go meh vor Welt z entdecka!

    I bin sit ara Wucha wieder zrug in dr Schwiiz….laider hets fasch kai Schnee :-( und i han scho a Wucha wieder gschaffet :-( aber so isch es halt, d Feria hend immer as End (sus werends jo kai Feria!).

    I han grad eua Text vo Manaus und am Jungle gläsa….. es het echt Spass gmacht gha, dass miar mit eu zema uf de Tour gsi sind! I han hüt am Jose as Sackmesser bstellt mit sim Nama igraviert :-) (nochdem i uf euera Siita gsi bin). I han denkt, wenn is jetzt nid macha ,vergiss i das sicher und machas nia! I schick ihm denn as Foti und üsi Näma druf, damit er no wais wer miar sind (miar sind jo sicher nid di ainziga wo er dur a Jungle füert!)

    Venezuela isch au suuuuuuuuuuuuper gsi wo i und Doris no gsi sind, miar hend a Dütscha kennaglernt wo Raisa organisiert….de het üs denn gholfa und miar hend meeega viel gseh! Gran Sabana, Jungle, Ciudad Bolivar, Canaima und de Salto Angel (meeeeeeega schön, vorallem de Flug im 5 Sitziga Flüger :-) !), Los Llanos (ha no nia so viel Tier uf aimol gseh! Das isch unglaublich schön gsi!), denn über d Ande (4000Meter hoch) uf Merida, und zum Schluss no uf Los Roques (Insle wia us am Bilderbuach, traumhaft schön!).

    Miar hend aber au as par klini Zwüschafäll gha, Nachtbus wo kaputt gsi isch, plötzlich kai Benzin meh, Flüger womer verpasst hend oder fasch 6 Stund verspötet gsi sind …. aber ohni das, weremer nid im richtiga Venezuela gsi:-)!

    Venezuela lit jo glaub nid uf euer Tour. Aber falls iar glich no gönd, es isch aifach traumhaft schön und d Menscha sind superfründlich!

    Viel liabi Grüäss und gnüssends…..i lisa eui Text und raisa in Gedanke as bitz mit (denn hani au no kli öpis dervo!)!

    Passend uf eu uf und hend mega viel Spass!

    Sandra

    • Hallo Sandra

      So cool vo dir zghöre!! Obwohls erst 1.5Mönet her isch, hemmer s Gfühl es isch e halbi Ewigkeit. Mir hend sither scho soo vill erlebt. Mir hend din Rotschlag befolgt und hend üs entschide statt de Norde vo Argentinie azluege uf Patagonie zgoh für e paar Täg. Und es isch eifach unglaublich gsi. Au wemmer nöd vill Ziit gha hend, hemmer glich en chline Idruck übercho.

      D Dschungeltour mit eu und em Josef isch eifach super gsi und wird immer i üsne Erinnrige blibe. De Josef wird sicher mega freud ha am Sackmässer. Wer weiss, villich werded in Zuekunft di störende Äst uf sinre Chopfhöchi statt mit de Machete mit eme schwiizer Sackmesser abgsäget;-).

      Venezuela tönt jo uh mega schön und es isch sicher es Land wo in Zuekunft uf üsre Reiseroute stoht. Aber leider isch es Johr glich nöd sooo lang und mir hend dasmol kei Ziit meh zum uf Venezuela zgoh. Aber wer jo blöd wemmer für nochher nüd meh zum aluege hend;-). Mir hend uh vill lüd troffe wo mega vo Kolumbie gschwärmt hend. Drum hemmer üs entschiede vo Panama miteme Segelschiff uf Kolumbie z segle und denn nochli dur Kolumbie zreise, bevors uf Costa Rica und schlussendli denn uf Hawaii goht. Mir freued üs scho mega!!

      Mir hoffed, dass ihr beidi wieder guet agfange hend bim schaffe und guet is neue Johr gstartet sind. Villich bis gli mol wieder ide Schwiiz und bis denn e ganz gueti Ziit.

      Liebi Grüess us Santiago

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