Okt 15, 2014 - Thailand    kein Kommentar

Von Bangkok nach Laos

Mit Linda verbrachten wir zuerst einen gemütlichen Tag am Pool vom Hotel und mit planen der nächsten Tage. Natürlich hatten auch wir uns viel zu erzählen. Wir entschieden uns, den üblichen Touristenpfad zu verlassen und in den Nordosten Thailands zu reisen. Schon am nächsten Tag ging es mit dem Minibus nach Ayutthaya. Ayutthaya ist vor allem für seine vielen Tempel, die schöne Lage am Fluss und den Nightmarket mit den vielen Essensständen bekannt. Dort machten wir eine Bootstour zu verschiedenen Tempel und besuchten einen Floating-Market, der unserer Meinung nach besser „Touristenmarkt“ genannt werden sollte.

Von Ayutthaya aus kauften wir Zugtickets nach Pak Chong. Die Zugtickets waren für Stehplätze, etwas anderes gab es nicht. Wieso, wurde uns ziemlich schnell klar, als wir versuchten mit unserem Gepäck in den Zug einzusteigen. Denn im Zug hatte es weder Platz für uns noch für unser Gepäck. So sieht es aus, wenn alle von Queen’s Birthday nach Hause fahren. Mit etwas drücken und quetschen schafften wir es dann kurz vor Abfahrt noch in den Zug. Die Aussicht für die nächsten vier bis sechs Stunden in diesem Gedränge zu stehen fanden wir jedoch nicht ganz so toll. Naja uns blieb jedoch nichts anderes übrig und schliesslich sind wir schon unkomfortabler gereist. So machten wir es uns neben der Toilette auf unseren Taschen so gut es ging gemütlich und machten das Beste daraus. Doch leider war es mit dem Gedränge allein nicht getan, denn schliesslich wollen die Zugreisenden ja auch etwas zu essen. Dies führte dazu, dass im Minutentakt Verkäufer mit den unterschiedlichsten Leckereien, wie zum Beispiel getrockneten Tintenfischen am Spiess oder ganzen Hühnchen am Stecken an uns vorbei drängten. Und wenn man das Gefühl hatte, der hat keine Chance hier durchzukommen, hat man falsch gedacht. Die kommen überall durch, auch wenn sie über einem hinweg klettern müssen. Gerne dienten wir auch als Ablage für die Getränkeverkäufer, die ihre Kühlbox zum Ausruhen auf unseren Beinen anstellten.

Rita hatte auch ziemlich schnell einen neuen Job gefasst, der die Verwaltung der Zugtoilette und das Öffnen der Toilettentür umfasste. Dementsprechend erledigt kamen wir im Guesthouse an. Dort wurden wir aber sehr freundlich empfangen und bekamen auch schnell etwas gutes zu essen. Am nächsten Tag machen wir eine eintägige Wanderung durch den nahegelegenen Nationalpark. Unser Guide war Deutscher, was ihm auch in Englisch sehr schwer fiel zu verbergen. Für uns ja kein Problem, jedoch für alle anderen nicht gerade ein Vorteil. So hatte Rita wieder einmal einen neuen Job gefasst. Nämlich als Dolmetscherin von „Deutsch-Englisch“ in „Englisch-Spanisch“. Trotzdem war der Tag super und wir genossen die herrliche Natur. Neben Gibbons, einem Krokodil und grossen Echsen hatten wir auch das unglaubliche Glück eine der wenigen in Südostasien noch freilebenden Elefantenherden sehen zu dürfen. Und so wurde dieser Tag zu einem weiteren unglaublichen Highlight unserer Weltreise. Wir kommen schon fast nicht mehr nach mit zählen. Macht euch darauf gefasst, falls ihr beabsichtig uns zu Hause zu fragen. „Was hat euch am besten gefallen?“, dass ihr nicht eine simple Antwort bekommt, sondern uns die nächsten Stunden beim erzählen zuhören dürft.

Mit wunderschönen neuen Erinnerungen im Kopf ging es weiter, dieses Mal mit dem Bus nach Korat. Korat hat eigentlich für Touristen wenig zu bieten, ist jedoch interessant wenn man das thailändische Leben wirklich sehen will. Von Korat aus ging es zwei Tage später nach Phimai. In Phimai stehen alte Khmer-Tempel, von denen man sagt, dass sie als Vorlage für die Angkor-Tempel in Siem Reap Kambodscha dienten. Phimai ist ein angenehmes laid-back Örtchen mit wenig bis fast keinen Touristen Dank der Regenzeit. Eine weitere Sehenswürdigkeit in Phimai ist der 350 Jahre alte und grösste Banyan Tree von Thailand, der mehr als 3’250 Quadratmeter an Fläche einnimmt. Für die lokalen Leute gilt er als heiliger Baum und darunter hat es Wege mit Bänkchen und einen kleinen Schrein. Der Baum wächst immer weiter in dem ein Teil der Äste auf den Boden runterwachsen und so neue Wurzeln Bilden. Es ist so schwer zu glauben, dass es sich wirklich nur um einen einzigen Baum handelt.

Von Phimai aus fuhren wir einige Tage später weiter nah Udon Thani und von dort aus nach Nong Khai, ein kleines Dörfchen am Mekong. Direkt an der thailändisch-laotischen Grenze. Dort verbrachten wir noch die letzten Tage mit Linda. Leider spielte das Wetter nicht so mit und die Regenzeit machte sich zum ersten Mal in so richtig bemerkbar. Deshalb wurde leider nichts aus unserem Plan mit einem Motorbike die Umgebung zu erkunden. Deshalb verbrachten wir einfach einige gemütliche Tage mit Souvenir-Shopping, Thai-Massagen und feinem Essen. Auch machte der Regen netterweise so lange Pause, dass wir eine gemütliche Bootsfahrt zur Friendship-Bridge unternehmen konnten und sogar den Sonnenuntergang sahen. Leider kam auch dieses Mal der Zeitpunkt für den Abschied wieder viel zu schnell. Wir brachten Linda zum Bus für den Flughafen von Udon von wo aus sie nach Bangkok und weiter nach Zürich flog. Und schon waren Thomas und ich wieder auf uns allein gestellt.

An diesem Abend fand noch ein Dorffest mit Markt und Food-Ständen statt. Dort machten wir unter anderem auch mit den Maden unsere Bekanntschaft. Sind übrigens gar nicht so schlecht wie sie aussehen. Es war ein fröhlicher Abend mit Tanzen und Musik und guten Essen. Am nächsten Tag schien, man glaubt es kaum, die Sonne! Wahrscheinlich hat Linda den Regen mit in die Schweiz genommen. Wir konnten also endlich einen Roller mieten und die Umgebung unsicher machen. Zuerst besuchten wir einen Skulpturenpark in dem eine Privatperson unzählige Skulpturen aus Stein in allen Grössen gesammelt hatte. Ein ziemlich ungewöhnliches Hobby, aber lustig anzusehen. Danach fuhren wir aufs Land hinaus und genossen die herrliche Landschaft mitten in Reisfeldern.

Am Abend nahmen wir einmal mehr unser Gepäck und überquerten die Grenze nach Laos und nahmen den Bus nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos.

Ayutthaya_Floatingmarket

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